Reinigung aus dermatologischer Perspektive
Die Reinigung der Hautoberfläche dient der Entfernung von Substanzen, die sich im Laufe des Tages ansammeln: Sebum, Schweiß, Partikel aus der Umgebung sowie Rückstände kosmetischer Formulierungen. Aus wissenschaftlicher Sicht zielt die Reinigung darauf ab, diese Substanzen zu entfernen, ohne die physiologische Integrität der Hautbarriere zu beeinträchtigen.
Das primäre Reinigungsprinzip beruht auf der Chemie von Tensiden (Surfactants). Tenside sind amphiphile Moleküle – sie besitzen sowohl eine hydrophile (wasserliebende) als auch eine lipophile (fettliebende) Gruppe. Diese Doppelnatur ermöglicht es ihnen, öllösliche Substanzen in wässrigen Systemen zu emulgieren und abzutragen.
Schritte des Reinigungsprozesses
- Adsorption der Tenside an die Oberfläche von Schmutz und Sebum
- Einlagerung lipophiler Substanzen in Tensidmizellen
- Emulgierung und Ablösung vom Hautsubstrat
- Abtransport der Schmutzpartikel mit dem Spülwasser